das diplom schreibt sich ja leider nicht von selbst. aber ich muss sagen - ich hätte nicht gedacht, dass es so viel spaß macht. aber das ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, schließlich beschäftigt man sich in der arbeit mit themen, für die man sich sehr interessiert. ab heute beschäftige ich mich mit der analyse von filmkritiken, nebenbei laufen interviews mit netten filmjournalisten - das nächste bereits am montag in köln. von mir aus, kann es ruhig so weitergehen.
beim lesen der bücher "generation doof" und "gestatten: elite. auf den spuren der mächtigen von morgen" beschleicht mich das gefühl, die welt, also die gesellschaft, würde nur aus konsumgeilen, bildungsverweigernden, egoistischen und sich selbstüberschätzenden vollidioten auf der einen seite und skrupellosen zwanzigjährigen elite-mckinsey beratern, die ohne mit der wimper zu zucken ihre eigene großmutter verkaufen würden auf der anderen seite, bestehen.
kann das sein? gibst es noch normale menschen, die außer dem reinen (auswendig gelernten?) faktenwissen, ihr wissen anwenden, reflektieren und ihre eigene meinung bilden können - ohne sich dabei von medien oder mitmenschen beeinflussen zu lassen, die nicht so tun, als ob sie was wissen oder können würden, die wissen, dass sie nichts wissen, die sich gedanken machen, was in der welt so vor sich geht und auch mal über den tellerrand hinaus blicken, die interessiert, neugierig und das gegenteil von phlegmatisch sind, die nicht nur an geld oder karriere oder elitärem gedankengut interessiert sind? gibt es die?
falls nicht, dann läuft irgendwas gewaltig schief.