[>>]

Montag, 24. März 2008

delirious.

in keinem anderen film habe ich das erleben eines delliriums so plastisch und realistisch dargestellt gesehen, wie in dem film "the lost weekend". die szene ist grauenhaft und schön zugleich. grauenhaft, weil der zuschauer zeuge wird, wie sich die fehler eines menschen offenbaren. und die szene dadurch, dass der schmerz sichtbar wird, kaum zu ertragen ist. schön, weil die kameraarbeit, der schnitt und die musik exzellent zusammenpassen und zusammenarbeiten. der schnitt wird schneller, sobald die musik nervöser und dramatischer wird. und die kamera zeigt das geschehen in sehr schönen kontrastreichen bildern, die am schluss, wenn die die szene ihren höhepunkt erreicht hat, immer dunkler werden.

identitätsfrage.

paul auster, den viele ja auch als den autor der gymnasiasten-pflichtliteratur "moon palace" in erinnerung haben, hat auch andere bücher geschrieben. zum beispiel "the new york trilogy".

es ist irgendwo in manhattan. es ist abends, es regnet, die straße ist nass und das neonbeleuchtete reklameschild, das innen am fenster einer kneipe hängt, spiegelt sich in den riesigen pfützen, die sich auf dem bordstein gebildet haben. links neben der kneipe ist eine enge seitengasse, in der sich ein paar obdachtlose befinden, die auf aufgeweichten pappkartons schlafen und sich den frierenden körper mit einer plastikplane bedecken, die sie vor dem regen schützt. wenn man die seitengasse noch etwas weiter entlangläuft, vorbei an den schlafenden obdachlosen und vorbei an den vogelkadavern, die seit einiger zeit auf dem jetzt nassen asphalt kleben, kann man die prostituierten sehen, die ihren in billig aussehenden miniröcken und in ihren vom regen aufgeweichten tops gesteckten körper an einer wand eines halb zerfallenen gebäudes pressen und darauf hoffen, der tag möge endlich vorüber gehen oder irgendeine verlorene seele würde sich ihrer erbarmen. wenn man die enge gasse wieder zurückläuft, und die schritte mit bedacht wählt, so dass man weder auf die vogelkadaver noch auf einen fuss eines obdachlosen tritt, und man wieder auf der großen straße ist und sich dann nach rechts dreht und ein paar schritte läuft, steht man vor der kneipe. wenn man dann die tür öffnet, sieht man in gedämpften licht, links hinten in der ecke franz kafka, dashiell hammett und raymond chandler, an einem tisch sitzen und angeregt miteinander plaudern. schaut man jedoch nach rechts, sieht man paul auster am tisch sitzend. dieser blickt zu den drei gästen am nachbartisch neugierig auf und schreibt ihre gesprächsfetzen in sein rotes notizbuch.

als paul auster "the new york trilogy" geschrieben hat, muss er wohl das ein oder andere mal an diese herren gedacht haben. denn die protagonisten in seinem werk erleben einen kafkaesken albtraum, begleitet von ahnungslosigkeit und bedrohlichkeit, die das leben der figuren beherrschen. aber auch die gefallenen helden der dunklen detektivgeschichten von raymond chandler und dashiell hammett finden sich in den geschichten wieder, da die protagonisten zwar eine art von detektivarbeit leisten, sich aber im grunde nur selbst suchen. als ich die szenerie geschrieben habe, musste ich an austers außergewöhnliches buch denken. außergewöhnlich deshalb, weil der autor in wundervollen befremdlichen geschichten die urbanität beschreibt, die anonym bleibt. niemand kennt wirklich jemanden, es kümmert meistens auch niemanden. menschen bleiben unter sich, verkriechen sich in ihren wohnungen, lesen oder schauen fern, oder fragen sich, woher sie kommen, wer sie sind und wohin sie gehen. die frage nach der identität wird nie richtig beantwortet, verliert man diese doch in der anonymen großstadt irgendwann unweigerlich. und so wird die suche nach der wahren identität, zu einer endlosen reise, die sich irgendwann in den schluchten von manhattan verliert.
vogel

hot shit.

katan's Profile Page

giftschrank.

hi, das ist ja lustig,...
hi, das ist ja lustig, der eintrag steht schon so...
kat (Gast) - 28. Okt, 22:31
hey
die cd 'mies in berlin' gibt es tatsächlich nicht...
me raabenstein (Gast) - 28. Okt, 10:58
hi, suchst du immer noch...
hi, suchst du immer noch nach der cd? wenn ja, schreib...
patshome (Gast) - 25. Okt, 13:23
das ist das blöde...
das ist das blöde an street art - es gibt so unglaublich...
kat (Gast) - 30. Aug, 14:52
Nicht schlecht! Nie was...
Nicht schlecht! Nie was von dem Guten gehört......
Lange + Weile (Gast) - 30. Aug, 02:10
see what i'm talking...
see what i'm talking about?
k. (Gast) - 26. Aug, 18:06

festgehalten.

more?

krankenakte durchblättern?

 
Bluecounter Website Statistics