auf der bahn/s-bahnfahrt richtung ffm:
jede woche das gleich. unfreundliche, ignorante menschen, die hastig ihre taschen und rucksätze neben sich auf den sitz verteilen, damit niemand, wirklich niemand sich hinsetzen kann und dann zu ihrem gegenüber lauthals sagen, dass sie nicht wollen, dass sich irgendjemand neben sie setzt und dass da niemand was zu suchen hat und überhaupt was das ganze solle. verdutzte blicke überall. klarer fall von tourette-syndrom oder fortgeschrittener paranoia. je weiter ich den gang entlanglaufe, desto mehr missmutige, genervte, gestresste, übelgelaunte gesichter blicken mich an. sie sehen aus wie gehetzte hunde, die von sich und ihrem leben so dermaßen angekotzt sind, dass sie morgens wenn in den spiegel schauen, am liebsten im bett bleiben würden. es sind so viele. zuviele, die den gleichen gesichtsausdruck haben. wo bleibt die zufriedenheit? es muss doch irgendwas geben, damit sie lächeln. wenigstens einmal.
kafkaesk - 25. Jul, 10:05

