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leben und so.

Mittwoch, 10. September 2008

auszeit.

gerade sind die ersten bestätigungstermine zur wg-besichtigungstermine in hh eingetrudelt. ich weiß gerade nicht was mich mehr freut, von hier wegzugehen und mir die vor negativität strotzenden, in jeglicher hinsicht lächerlichen und konservativen/spießigen pseudos nicht mehr über den weg laufen werden, oder die wust an einladungen, die ich erhalten habe. aktuell bin ich von menschen aus vier ländern eingeladen, sie zu besuchen. ich weiß gar nicht wie ich das alles schaffen soll. aber hauptsache weg.

Montag, 1. September 2008

montagsgedanken.

nachrichten aus der ferne, gute musik und gute bücher reichen vollkommen aus, um gut in die woche zu "starten".

_"ladri di bicilette" (fahrraddiebe) ist eines der wundervollsten, größten filme aller zeiten. ein meisterwerk des italienischen neorealismus.

Sonntag, 31. August 2008

about happiness.

den namen sonja rohde kennt die breite masse bislang noch nicht. das wird sich im nächsten jahr ändern, denn sie wird als deutschlands erste weltraumtouristin für 200.000 € mit richard bransons spaceship ins all fliegen. ein paar medien haben sie bereits interviewt und ein magazin hat bereits bei der zweiten frage, die frage aller fragen gestellt: "Sie haben dafür einen Kredit aufgenommen. Ist es das wirklich wert?" da ist es wieder, das typische deutsche sicherheitsdenken. bloß nichts wagen, bloß nichts riskieren, bloß nichts hoffen, bloß nichts träumen. frau rohde hat sich mit dem flug einen kindheitstraum erfüllt und wäre randy pausch noch am leben - er wäre begeistert. der amerikanische uniprofessor, der durch seine last lecture zu weltweitem ruhm gekommen ist, hat seinen studenten ans herz gelegt sich ihre kindheitsträume zu erfüllen. sie würden dann nicht nur glücklicher werden, sondern auch ein erfüllteres leben führen. ich denke, dass pausch mit seiner these recht hat - sich sehnlichste wünsche zu erfüllen kann nur glücklich machen. denn wer glücklich ist, lebt auch anders; intensiver. das leben ist auch viel zu kurz, um es mit unglücklichsein, negativität oder ständigem hass auf irgendwas zu verplempern. jeder definiert glück natürlich anders, für mich sind es kleinigkeiten, ziele, aussichten oder menschen, die mich sehr glücklich machen.

_vorhin habe ich nach der arbeit im frankfurter bahnhof einen zug gesehen, dessen ziel die milano stazione centrale ist. mein herz klopfte und mein bauch hat sich zusammengezogen. ich habe kurz überlegt, ob ich reinspringen soll. bei dem gedanken, dass ich in baldiger zukunft in genau so einem zug sitzen werde, voraussgesetzt ich bekomme eine fahrkarte - was ich aber stark annehme, muss ich vor mich hin grinsen. vorfreude macht mich glücklich. es ist ein unglaublich schönes gefühl.

_ auf dem weg zur arbeit habe ich vor ein paar tagen mein handy dank chronischem/r chaotischsein/verträumtheit und musikhörens und vokabellernens im bus liegengelassen. 5 minuten später ist es mir aufgefallen, dass ich kein handy mehr habe. handys sind mir normalerweise egal, aber ich habe keine lust auf den stress der wiederbeschaffung außerdem erwarte ich wichtige sms'. aber ich habe mich nicht aufgeregt und war nicht sauer. das hätte ich natürlich tun können, aber es hätte das handy nicht wieder hergezaubert und ich hätte meine zeit damit verschwendet mich aufzuregen. stattdessen dachte ich, dass das eine lehre sei, das nächste mal aufmerksamer zu sein. ich habe dann auf den bus gewartet, der seine runde im kreis machte und nach einer viertelstunde an der ausgangshaltestelle hält. der busfahrer war nett und sehr freundlich. als ich gefragt habe, ob ein silbernes handy bei ihm abgegeben worden sei, grinste er nur und sagte, ich soll das nächste mal besser drauf aufpassen und reichte es mir. ehrliche menschen und unvorhergesehendes machen mich glücklich und vereinfachen das leben ungemein.

_in der letzten zeit habe ich viele nette und liebenswerten menschen kennengelernt, von denen ich viel gelernt habe. ich mag an ihnen besonders die offenheit und die fähigkeit auch über sich selbst zu lachen. da reicht so wie gestern eine kurze anedokte und der ganze tisch lacht und fängt aus einer plötzlichen laune heraus an zu tanzen. es ist dann so, als ob man in eine andere welt eintaucht und alles um einen herum vergisst und gefangen ist in diesem strudel voller guter laune, positivem und lebensweisheiten.

_in wenigen tagen beginnt mein italienisch-intensivkurs. der kurs dauert vier monate und wird mich ein vermögen kosten, aber man lebt nur einmal und sollte das hier und jetzt genießen. dazu gehört etwas zu tun, was man schon seit sehr langer zeit tun wollte. in meinem fall eine dritte fremdsprache zu lernen. ich liebe romanische sprachen. französisch hört sich an, als ob honig aus den mündern der sprecher fließt, italienisch klingt wie ein wunderschönes lied, dass die sprecher eigens für ihre zuhörer komponiert haben und spanisch wie ein tanz, der nie aufhört (vielleicht ist das auch ein grund, warum südländische männer mich schon immer angezogen haben). - wünsche zu erfüllen und die aussicht ein ziel zu erreichen macht ungemein glücklich. so glücklich, dass ich die ganze zeit vor mich hin grinsen muss.

_ziele, die ich mir gesetzt und auch erreicht habe, machen mich glücklich. das passiert immer stufenweise. erstes ziel war abi, zweites ziel war das studium, drittes ziel war der abschluss, viertes ziel war hamburg, ein langfristiges ziel war eine neue sprache zu erlernen und das nächste ziel ist, dauerhaft ins ausland zu ziehen. auch das werde ich erreichen, das weiß ich, weil ich mich kenne. das wird zwar alles nicht ganz billig, aber ich arbeite schließlich um zu leben.

_musik macht mich auch sehr glücklich. ich kann mich sehr, sehr schnell für neues begeistern. daher höre ich die unterschiedlichsten musikstile. nur ein einziger oder bestimmter stil würde mich wahnsinnig langweilen. ich sauge förmlich alles auf, höre mir alles an und brauche ständig neuen input. momentan ist das minimal techno. dazu kann man nicht nur gut tanzen, sondern auch gut joggen. und es ist entspannend.

es gibt so unglaublich vieles, was das leben liebenswert macht. ein geheimrezept für glück gibt es natürlich dennoch nicht. für mich sind die zutaten jedoch gelassenheit, "tranquillo", ziele, liebe menschen, lachen, musik, und gute aussichten. mit ständiger negativität, ständigem nörgeln, meckern, aufregern kann ich nichts anfangen und versuche sowas soweit wie möglich von mir fern zu halten.

Sonntag, 24. August 2008

to-do

das leben ist gerade ziemlich entspannt. was wahrscheinlich zum größten teil daran liegt, dass ich mit dem studium fertig bin und in keine vorlesungen mehr besuchen und mich mit langweiligen referaten herumschlagen muss. stattdessen kann man sich mit den schönen dingen des lebens beschäftigen. wie beispielsweise italienisch zu lernen. das vokabellernen geht erstaunlich schnell und gut voran. ich habe es mir ja schon gedacht - italienisch ist nicht sehr schwer zu lernen. da spielt natürlich auch der lateinische ursprung, der auch im englischen zu finden ist, eine entscheidende rolle.

zwischendurch wird gearbeitet und danach die reisepläne für november/dezember vorangetrieben. die bahn bietet laufend günstige europa-zugtickets an. mit dem zug nach mailand und dann weiter mit dem zug nach rom - der billigen italienischen bahn sei dank - hört sich mehr als interessant an. darum werde ich mich aber erst ende september/ anfang oktober kümmern. um die zeit werde ich auch mal nach wohnungen in hamburg schauen. bis jetzt habe ich noch keine gedanken an den kommenden umzug verschwendet. alles zu seiner zeit. bis dahin wird alles in die imaginäre to-do list eingetragen.

Freitag, 22. August 2008

kulturschock.

noch vor sehr wenigen tagen bin ich im meer geschwommen, habe bei 35 grad im schatten und gefühlten 40 grad in der sonne geschwitzt und mich am strand gesonnt und habe dort gefaulenzt. kaum bin ich wieder zurück, ist es saukalt, nass und ungemütlich. was soll sowas??

Mittwoch, 20. August 2008

carpe diem.

eben mit bruder, schwägerin und italienischen verwandten essen gewesen. und dabei wieder festgestellt, dass italiener sich generell nicht auf dem rücksitz anschnallen, total verrückt sind, dauernd lachen, verspult, offen und locker sind. ich liebe diese art und freue mich wirklich wahnsinnig auf den nächsten urlaub, der mich wenn nichts weltbewegendes dazwischenkommt nach mailand und rom verschlagen wird, und wenn ich nicht mehr auf der warteliste für den italienischkurs stehe, sondern mit dem lernen endlich richtig anfangen kann.

Dienstag, 19. August 2008

dolce vita.

der urlaub in kalabrien ist leider schon wieder vorbei, die eindrücke, die ich alle erst einmal verarbeiten muss, bleiben jedoch:

_landschaft: wunderschön, aber leider alles völlig verdohrt, weil es seit über drei monaten nicht mehr richtig geregnet hat. daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es brennt. zweimal habe ich brände mitbekommen. da es in italien und in kalabrien insbesondere ziemlich ruhig und gelassen zugeht, hat das aber niemanden so richtig interessiert. brände kommen wohl recht häufig vor.

_strand und meer: unglaublich. diese ruhe und entspanntheit dort ist unbeschreiblich. der strand in zambrone ist unberrührt, alles ist natürlich und voller weißem sand. das meer ist kristallklar, türkisblau und die kleine bucht in zambrone von etlichen felsformationen umgeben. wenn es ein paradies geben würde, dann würde es genau an diesem strand, an diesem meer sein.

_einheimische: sind sehr, sehr freundlich, zuvorkommend, locker, gelassen, entspannt, hilfsbereit und stolz fremden besonderheiten der region zu zeigen oder ihnen "ihr" land näher zu bringen. es kann natürlich gut sein, dass es irgendwo mürrische, meckernde und unfreundliche italiener/innen gibt. ich habe sie nur nirgends gesehen - oder sie haben sich verdammt gut versteckt.

_italiener: sind natürlich klischeehaft aufdringlich und es macht ihnen nichts aus, frauen kondome auf den tisch zu legen. dadurch wirken sie aber irgendwie offener, direkter und ehrlicher als andere männer, die vielleicht das gleiche wollen, aber lieber um den heißen brei herumreden. italiener sind auch sehr lustig, gelassen und wahnsinnig entspannt. das muss man wohl auch sein, bei gefühlten 44 grad in der sonne.

_touristen: gibt es keine. jedenfalls keine deutschen (mit zwei außnahmen), was sehr entspannend war. ansonsten wimmelt es in kalabrien im august von mailändern, die im sommer ans meer fahren, um dem smog in der stadt zu entkommen.

_mentalität: chaotisch, spontan, entspannt, locker, gelassen, lustig, freundlich, offen, symphatisch. da ich eine chaotische und spontane person bin, komme ich mit der italienischen mentalität bestens zurecht und kann mich mit ihr sehr gut identifzieren. für diejenigen, für die alles von a bis z durchstrukturiert sein muss (bspw. deutsche), kann das natürlich zum problem werden.

_musik: house ist in italien extrem populär. populärer als hiphop, rock oder pop. daher verwundert es auch nicht, dass man house praktisch überall hört. sei es in der jukebox in der strandbar, im auto, im radio, oder in unzähligen bars und kneipen, die einen club eigentlich überflüssig machen. ich selbst habe bis vor ein paar tagen nur abarten von house gehört. irgendwie war mir house immer zu blöd. das hat sich spätestens bei der nächtlichen strand disco geändert, wo man mit den zimmernachbarn getanzt hat. seitdem habe ich es dauernd gehört, morgens und mittags am strand und abends beim joggen, im appartement, bei nächtlichen cabrio/autofahrten durch tropea, oder in einer bar. und die erkenntnis gewonnen, dass gute house music wirklich nicht schlecht ist.

_mode: italienische männer und frauen sind extrem modebewusst. zumindest diejenigen aus den größeren städten. die neuesten trends scheinen wohl t-shirts von djs und nerdige brillen zu sein. die brillen trägt jeder zweite mann und jede dritte frau. die brillen sind in amerika schon sehr beliebt und werden es wohl auch bald in deutschland sein. sie sehen aus wie kassengestelle aus den sechziger jahren und haben gläser, die so dick wie flaschenböden sind. aber so kommt nun auch der freakige informatiker (oder wer auch immer diese brillen bis dato getragen hat) zu seinem ruhm.

_essen und trinken: beides erstklassig. der beste kaffee, die beste pasta, die beste pizza und die beste calzone. lustig war die geschichte einer deutschen, die einen latte macchiato bestellen wollte, dies beim kellner aber nur ein achselzucken auslöste.

_tropea: ist eine wunderschöne alte stadt und die größte in der region. diese stadt strahlt eine so unglaubliche ruhe und gelassenheit aus. nirgends trifft "dolce vita" so sehr zu, wie auf diese stadt. da singt und tanzt der pizzabäcker, da schlürfen menschen ihren kaffee in einem kleinen cafe in einer abgelegenen seitengasse (und davon gibt es in tropea unzählige) und kinder spielen am brunnen und niemand ermahnt sie oder schreit herum oder guckt unfreundlich oder grimmig. zu gute kommt der stadt auch, dass dort keinerlei werbeplakate oder poster herumhängen, kein mcdonalds, starbucks, pizza hut, subways, burger king, kentucky fried chicken, kein h&m oder andere größere fastfood- und modeketten zu finden sind. es gibt hier rein gar nichts und das macht tropea irre symphatisch. stattdessen gibt es viele cafes, lokale delikatessen- und modegeschäfte, ein paar touristenläden und einen d&g und versace outlet. tropea erwacht auch erst gegen abends aus ihrem mittagsschlaf. die seitengassen, die am mittag noch leer waren, füllen sich plötzlich gegen acht uhr und musik ist überall zu hören und menschen fangen an zu tanzen.

_zimmernachbarn/zimmernachbarin: waren chaotisch, verrückt, spontan, extrem lustig, offen, freundlich, sehr großzügig und haben mit uns oft bis um halb sechs morgens gefeiert. ich finde es faszinierend auf menschen zu treffen, mit denen man unter anderen umständen wohl nichts zu tun gehabt hätte, da die welten zu unterschiedlich sind (so called akademikerinnen und einfache arbeiter). umso erstaunlicher finde ich, wie problemlos das geklappt hat - "einfachere" menschen, die ein herz haben, offen, lustig und nicht eingebildet sind, sind symphatischer, als arrogante, endlos lange herumschwafelnde und humorlose studenten/akademiker, die sich selbst viel zu wichtig nehmen.

der aufenthalt war nicht sehr lang und ich vermisse italien. ich vermisse es so sehr, dass die nächste reise schon feststeht. noch im herbst/winter werde ich zurückfliegen. dieses mal aber nicht in den süden, sondern in den norden.

Samstag, 9. August 2008

an der stiefelspitze.

kein stress_keine hektik, sondern_(viel) ruhe_strand_sonne_tyrrenisches meer_unberührte natur_wandern_joggen_in ruhe lesen_schwimmen_viel musik_pittoreskes_alte häuser_schöne altstädte_kunst und antike kultur

das und vieles mehr gibt's in den nächsten tagen in kalabrien.

Dienstag, 5. August 2008

silly season.

es ist ganz schön anstrengend nichts zu tun. ich muss mir permanent überlegen, was ich als nächstes tue, was schwierig ist, da es wie gesagt nichts zu tun gibt. ich kann mich auch nicht den ganzen tag in slowmotion bewegen und beschäftigt wirken. das verliert irgendwann seinen reiz. aber was soll man machen, wenn es nix zu tun gibt? muss am sommerloch liegen.

Freitag, 25. Juli 2008

auf der bahn/s-bahnfahrt richtung ffm:

jede woche das gleich. unfreundliche, ignorante menschen, die hastig ihre taschen und rucksätze neben sich auf den sitz verteilen, damit niemand, wirklich niemand sich hinsetzen kann und dann zu ihrem gegenüber lauthals sagen, dass sie nicht wollen, dass sich irgendjemand neben sie setzt und dass da niemand was zu suchen hat und überhaupt was das ganze solle. verdutzte blicke überall. klarer fall von tourette-syndrom oder fortgeschrittener paranoia. je weiter ich den gang entlanglaufe, desto mehr missmutige, genervte, gestresste, übelgelaunte gesichter blicken mich an. sie sehen aus wie gehetzte hunde, die von sich und ihrem leben so dermaßen angekotzt sind, dass sie morgens wenn in den spiegel schauen, am liebsten im bett bleiben würden. es sind so viele. zuviele, die den gleichen gesichtsausdruck haben. wo bleibt die zufriedenheit? es muss doch irgendwas geben, damit sie lächeln. wenigstens einmal.
vogel

hot shit.

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hi, das ist ja lustig,...
hi, das ist ja lustig, der eintrag steht schon so...
kat (Gast) - 28. Okt, 22:31
hey
die cd 'mies in berlin' gibt es tatsächlich nicht...
me raabenstein (Gast) - 28. Okt, 10:58
hi, suchst du immer noch...
hi, suchst du immer noch nach der cd? wenn ja, schreib...
patshome (Gast) - 25. Okt, 13:23
das ist das blöde...
das ist das blöde an street art - es gibt so unglaublich...
kat (Gast) - 30. Aug, 14:52
Nicht schlecht! Nie was...
Nicht schlecht! Nie was von dem Guten gehört......
Lange + Weile (Gast) - 30. Aug, 02:10
see what i'm talking...
see what i'm talking about?
k. (Gast) - 26. Aug, 18:06

festgehalten.

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