gestern, während des bücherwälzens zwecks diplomarbeit, lief im hintergrund cnn. als journalist soll man ja informiert sein, was so in der welt vor sich geht. im studio war
anderson cooper. der anzug? perfekt. die haltung? noch perfekter. das lächeln? umwerfend. anderson cooper ist der anchorman von cnn und während der primaries zuständig für den "election center". warum gibt's hier eigentlich keinen anderson cooper? ein fähiger journalist und zudem unverschämt gut aussehend - was will man mehr? denn wenn im heimischen tv ein anderson cooper klon zu sehen wäre, dann würden wahrscheinlich die einschaltquoten von tagesschau, heute und co. in die höhe schnellen.
anderson cooper ist aber nicht der einzige unterschied, den es zwischen cnn und ard, zdf, rtl und co. gibt. mitten im studio steht ein riesiger screen und cooper fährt mit zwei fingern drüber und plötzlich poppt eine landkarte von texas auf. er fährt mit den fingern weiter, plötzlich sieht man landstriche, deren bevölkerung mit clinton symphatisieren. der finger fährt weiter rechts und hier poppen die obama-landstriche auf - das ganze erinnert etwas an minority report, wo tom cruise ebenfalls vor einem bildschirm steht und mit seinen fingern wild auf dem screen herumwirbelt. auf einmal poppt auf dem riesigen cnn-bildschirm google maps auf und cooper zoomt auf industriell verödete landstriche in ohio. ich habe diesen riesigen bildschirm in hiesigen studios noch nie gesehen (ich schätze mal, der hat ein vermögen gekostet), aber es ist ja nicht das erste mal das die brd hinterherhinkt.
dennoch gibt es natürlich auch hier positives. wahlkämpfe laufen zwar etwas biederer ab, aber der ganze show-glam-glitzer-kram, bleibt dem zuschauer erspart.