medienzirkus.

Donnerstag, 11. September 2008

last entry.

das ist mein letzter eintrag auf einem twoday-blog. da sich in meinem leben gerade einiges tut und ich eh schon seit längerem mit dem blog umziehen wollte, ist jetzt eine gute gelegenheit dafür. wer wissen will, wo genau sich das blog befindet, kann mir eine mail schreiben (die adresse findet man unter "kontakt").

in der zwischenzeit, empfehle ich mal in diesem magazin zu blättern. trotz springer ist es mehr als lesenswert.


ich sage schon mal dankeschön und auf wiedersehen.

Mittwoch, 5. März 2008

zahnpastalächeln und riesenbildschirm.

gestern, während des bücherwälzens zwecks diplomarbeit, lief im hintergrund cnn. als journalist soll man ja informiert sein, was so in der welt vor sich geht. im studio war anderson cooper. der anzug? perfekt. die haltung? noch perfekter. das lächeln? umwerfend. anderson cooper ist der anchorman von cnn und während der primaries zuständig für den "election center". warum gibt's hier eigentlich keinen anderson cooper? ein fähiger journalist und zudem unverschämt gut aussehend - was will man mehr? denn wenn im heimischen tv ein anderson cooper klon zu sehen wäre, dann würden wahrscheinlich die einschaltquoten von tagesschau, heute und co. in die höhe schnellen.

anderson cooper ist aber nicht der einzige unterschied, den es zwischen cnn und ard, zdf, rtl und co. gibt. mitten im studio steht ein riesiger screen und cooper fährt mit zwei fingern drüber und plötzlich poppt eine landkarte von texas auf. er fährt mit den fingern weiter, plötzlich sieht man landstriche, deren bevölkerung mit clinton symphatisieren. der finger fährt weiter rechts und hier poppen die obama-landstriche auf - das ganze erinnert etwas an minority report, wo tom cruise ebenfalls vor einem bildschirm steht und mit seinen fingern wild auf dem screen herumwirbelt. auf einmal poppt auf dem riesigen cnn-bildschirm google maps auf und cooper zoomt auf industriell verödete landstriche in ohio. ich habe diesen riesigen bildschirm in hiesigen studios noch nie gesehen (ich schätze mal, der hat ein vermögen gekostet), aber es ist ja nicht das erste mal das die brd hinterherhinkt.

dennoch gibt es natürlich auch hier positives. wahlkämpfe laufen zwar etwas biederer ab, aber der ganze show-glam-glitzer-kram, bleibt dem zuschauer erspart.

Mittwoch, 11. Juli 2007

celebrity-bullshit

muss man über sowas wirklich berichten? das ist eine null-nachricht, die meldung hat absolut null nachrichtenwert. okay, der "celebrity-journalism" oder auf deutsch mit dem wohlklingenden namen "people-journalismus" breitet sich nicht seit gestern wie eine seuche in der hiesigen medienlandschaft aus. aber muss man denn über jeden scheiß berichten? "Es ist komisch. Die Leute bekommen zu sehen, wie ich wirklich bin", sagte Victoria Beckham. wie denn? eine grenzdebile zicke, die außer extrem-einkaufen keine nennenswerte talente vorzuweisen hat? aber solange nur fleißig weiter über sie berichtet wird, am besten noch mit einer bilderstrecke und video, muss frau beckham sich keine sorgen über ihre shoppingtouren machen. volksverdummung galore!

Mittwoch, 6. Juni 2007

get rich or die trying!

hochglanzblättchen wie park avenue und vanity fair waren gestern. ab september gibts RICH. ein mag nur für reiche. quasi ein how to spend it nur mit mehr inhalt. wobei man sich über den "inhalt" natürlich auch streiten kann, denn die grenzen zwischen werbung und inhalt dürften schwimmend sein. in zeiten, wo die zwei- oder dreiklassengesellschaft en vogue ist, will man sich zur "luxuselite" bekennen. das steht auch so im claim:

"wer rich liest, kann sich luxus leisten"
"deutschland erstes statusmagazin"
"rich kann man nicht am kiosk kaufen, rich muss man sich verdient haben"

also viel blablabla und nicht allzuviel dahinter. ich kann mir nicht vorstellen, dass ein solches format in der hiesigen medienlandschaft erfolg haben wird.

Freitag, 25. Mai 2007

porno!

(c) jungsheft.de

pornohefte gibts meist nur für männer, für frauen gibts zwar playgirl, aber da sind nur muskelbepackte, langweilige mit photoshop bearbeitete männer drin. seit einiger zeit gibts "porno" für mädchen. das jungsheft zeigt den normalen knuffigen typen von nebenan - ohne makeup und photoshop. da jungs mit einer errektion über 45° gezeigt wird, gibts den zusatz porno auf dem heft. ansonsten soll das heft mit herkömmlichen heften nicht viel gemein haben. viel lifestyle und musik und die sextipps werden mit einem augenzwinkern erzählt. die idee ein mädchen-pornoheft zu machen, ist interessant - denn in dieser art gabs das bisher noch nicht. und besser als die vielen 08/15 frauen magazine ist es sicher. aber ob es sich durchsetzten wird, ist ne andere sache, denn eigentlich werden ja eher männer als frauen durch voyerismus sexuell erregt. aber vielleicht ist das auch nur ein blödes vorurteil.

Samstag, 7. April 2007

rentner rap

wer wissen will, wieso die fanta4 unzeitgemäß und spießig sind, braucht nur dieses interview zu lesen.

Dienstag, 3. April 2007

spex

spex war schon immer anders als die anderen deutschen musikmagazin. die redakteure arrogant und von sich selbst überzeugt, spex zählen sie zur "politischen und kulturellen avantgarde in musik, moderner kunst, fotografie, mode, kino und literatur". was teilweise auch stimmt, denn politische themen, literarische artikel und auch musikalische trends fanden in der spex eine große plattform. im dezember erschien dann diese pressemitteilung auf der spex-homepage. das geschrei war groß in der medienlandschaft - spex in berlin? no way! der neue chefredakteur max bauer (aka max dax) schreibt für die taz und gab eine einstürzende neubauten bio heraus.

die neue spex ist nicht schlecht, es gibt interessante berichte über hiphop in berlin und houston, reportage über künstler in georgien, und eine langweilige modestrecke. postiv ist, dass spex der kunst viel raum gibt. rezensionen finden in dem magazin deutlich weniger platz als in den anderen ausgaben. für einen neuanfang ist die spex jedoch recht gelungen.

Freitag, 23. März 2007

Stars als Journalismus-Touristen

Bono schreibt für die sz, Angelina Jolie für die Washington Post. Ein neuer Trend? Wohl eher nur der Mittel zum Zweck um für verschiedene Projekte zu werben und auf das Elend in Krisengebiete aufmerksam zu machen. Das ist ja ansich keine schlechte Sache, Darfur, Sudan und Simbawe, brauchen dringend die westliche Aufmerksamkeit. Nur, ob ein "Star" ausreichende journalistische Qualifikationen mit sich bringt, darf bezweifelt werden.

Mittwoch, 21. März 2007

"TV-Kochshows sind die neue Pornographie"

sagt anthony bourdain im interessanten gespräch mit meiner momentanen lieblingszeitung. interessant hierbei ist, dass die headline internettypisch sexed up wurde. in der print-version ist die headline noch gemächlich "jeden tag deutsches essen? horror!" sex verkauft sich eben immer noch gut.
vogel

hot shit.

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giftschrank.

hi, das ist ja lustig,...
hi, das ist ja lustig, der eintrag steht schon so...
kat (Gast) - 28. Okt, 22:31
hey
die cd 'mies in berlin' gibt es tatsächlich nicht...
me raabenstein (Gast) - 28. Okt, 10:58
hi, suchst du immer noch...
hi, suchst du immer noch nach der cd? wenn ja, schreib...
patshome (Gast) - 25. Okt, 13:23
das ist das blöde...
das ist das blöde an street art - es gibt so unglaublich...
kat (Gast) - 30. Aug, 14:52
Nicht schlecht! Nie was...
Nicht schlecht! Nie was von dem Guten gehört......
Lange + Weile (Gast) - 30. Aug, 02:10
see what i'm talking...
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k. (Gast) - 26. Aug, 18:06

festgehalten.

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